Sehr schnell findet man Abwehr und Maßregelung, wenn man bestimmte Themenkomplexe wie  „Elitenkritik“ oder auch „Pressekritik“ behandelt. Entweder wird man als rechter oder wahlweise auch linker Spinner degradiert. Die politischen Korrekten und so bestimmte Lobbyvertreter möchten so manche Begriffe und ihren Bezug aus dem Wortschatz löschen.

Wer in den 60er Jahren den Vietnamkrieg in Frage gestellt hat, wurde als „antiamerikanisch“ diskreditiert. Wer in den 80ern die Harz Gesetzgebung kritisiert hat, wurde gleichfalls diskreditiert. Man muß heute einmal die Reden eines Wolfgang Clement zur Harz Gesetzgebung lesen, es läuft einem der kalte Schauer über den Rücken. (Und das nun wieder ein Friedrich Merz auftaucht, ein Blackrock Technokrat, der die an die Wand gefahrene angelsächsische liberale Wirtschaftsordnung gemäß der Chicago Boys weiter vervollkommnen möchte, und das dieser Mann heute als Gallionsfigur der CDU verkauft wird, es ist ein Disaster)

Zurück zu I. F.Stone. Wir brauchen Journalimus nach seiner Devise. In den 60ern hat I. F. Stone bereits veröffentlicht, daß die „Golf von Tonkin“ erlogen war. Andere Medien wie die New York Times oder Washington Post schwiegen dazu. Wir brauchen Journalisten seines Schlages. Er meinte:

”Ich habe mich nie für Insider-Kram interessiert. (…) Ich versuchte vielmehr Informationen bereitzustellen, die belegt werden können, so dass die Leser sie selbst überprüfen können. Ich bemühte mich, die Wahrheit aus Anhörungen, offiziellen Mitschriften und Regierungsdokumenten so akkurat wie möglich freizulegen. (…) In jeder Ausgabe habe ich versucht, Fakten und Meinungen, die sonst nirgends in der Presse aufzufinden sind, zu bieten.“

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